International Conference

OUR CLIMATE2014

Regional perspectives on a global challenge

OUR FUTURE

Studentisches Medienprojekt zur Internationalen REKLIM Konferenz

6 - 9  Oktober 2014  Berlin

Thema 8:
Schnelle Klimaänderungen aus Proxydaten

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Der Meerfelder Maarsee während des Aufbruchs der winterlichen Eisdecke. (Foto: Martin Koziol, Maarmusuem Manderscheid)

Welche Mechanismen, Prozesse und regionalen Klimamuster verstärken Klimasprünge in Warmzeiten und am Übergang von Eiszeiten in Warmzeiten? Wie unterschiedlich sind die Muster im Vergleich zur letzten Warmzeit, dem Eem, als es 2°C wärmer war als heute?

Für eine verbesserte Abschätzung der zukünftigen Klimaentwicklung benötigt die Klimaforschung vorrangig Informationen über Dauer, Geschwindigkeit, Frequenz und regionale Muster von lang- und kurzfristigen Klimaschwankungen.
Der Rückblick in die Erdgeschichte bildet eine wesentliche Basis zum Verständnis über die Reaktion und Dynamik des Klimas gegenüber Veränderungen in den Anfachungsmechanismen und interner Rückkopplungsprozesse im Klimasystem.
Ziel von Thema 8 ist es, regionale und zeitliche Muster in der Klimavariabilität zwischen atlantischem und pazifischem Raum, sowie zwischen hohen und niederen Breiten für den Zeitraum der letzten 140.000 Jahre auf unterschiedlichen Zeitskalen von Jahren bis Jahrtausenden zu erfassen und in ihren Ursachen zu erklären. Dieser Zeitraum erlaubt es, nicht nur die raschen Klimawechsel am Ende der letzten Eiszeit und in der jetzigen Warmzeit, dem Holozän, zu erfassen, sondern ermöglicht auch einen Vergleich zum vorletzten Eiszeit/Warmzeit -Übergang und der sich daran anschließenden Warmzeit dem Eem.

Zum im Rahmen des Medienprojektes entstandenen Dokumentarfilm: Urwesen

Weitere Informationen zum Thema 8 gibt es hier

 

Thema 7:
Risikoanalyse und Risikomanagement für integrierte Klimastrategien

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Integraler Ansatz in der Anpassung an den Klimawandel (Foto: KIT)

Wie beeinflussen regionale und soziokulturelle Faktoren die Wahrnehmung des Klimawandels und der Klimarisiken? Welche Klimarisiken und Klimavariabilität haben einen spezifisch regionalen Fokus und wie sind sie zu bewerten? Wie kann die Klimakommunikation vor dem Hintergrund einer soziokulturellen Analyse verbessert werden? Welche Rolle können und sollen die Naturwissenschaften als Berater für Entscheidungsträger auf der regionalen Ebene einnehmen? Wie könnten Anpassungs- und Vermeidungsstrategien theoretisch verbunden werden, um die räumliche und konzeptionelle Lücke zwischen internationalen und regionalen Klimaaushandlungsprozessen zu schließen?

Die sozialwissenschaftliche und ökonomische Analyse integrierter Klimaanpassungsstrategien auf regionaler Ebene ist ein sich international entwickelndes Forschungsfeld, das derzeit einer methodischen Weiterentwicklung und theoretischen Vertiefung bedarf. Gerade die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen Klimaschutz und Klimaanpassung im Kontext sozialer, ökonomischer sowie natürlicher Kontexte machen eine sorgfältige Analyse und geerdete Bewertung notwendig, die regionalen Bedingt- und Eigenheiten Rechnung tragen. Für eine solche Analyse ist es erforderlich, Synergien und Konflikte zwischen und über Vermeidungs- und Anpassungsstrategien im Kontext sozialer, umweltpolitischer und wirtschaftspolitischer Diskurse zu untersuchen. Diese Diskurse, hier verstanden als kulturell eingebettete und medial geprägte Aushandlungsprozesse, beeinflussen die öffentliche Wahrnehmung von Klimarisiken auf der regionalen Ebene und sind ein wichtiges Element öffentlicher Meinungsbildung und -findung, die für einen konsistente und angemessene Entwicklung von Anpassungs- und Vermeidungsstrategien von zentraler Bedeutung sind. Insofern ist es notwendig, ökonomische und naturwissenschaftliche mit sozialwissenschaftlichen Ansätzen zu verbinden, um einem regionalen Risikomanagement für Klimaanpassungsstrategien Rechnung zu tragen.

zum im Rahmen des Medienprojektes entstandenen Dokumentarfilm: Friesengeist
Weitere Infomationen zum Thema 7 gibt es hier

Thema 6:
Extremereignisse

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Bremerhaven während des Sturmtiefs Xaver (Foto: Jölund Asseng, AWI)

Wie und warum hat sich die Ausprägung und Häufigkeit extremer Wetterereignisse in den letzten Jahrzehnten geändert? Was kann in einem zukünftigen Klima erwartet werden?

In den letzten Jahren haben sich durch extreme Wetterereignisse verursachte Schäden deutlich erhöht. In Deutschland markierte das Jahr 2013 zum Beispiel eine neue Rekordsumme der durch großflächige Überschwemmungen, Rekord-Hagelstürme und eine weitverbreitete Hitzewelle verursachten Schäden. Durch die Kombination von Ergebnissen hochauflösender regionaler Klimamodellierung mit verschiedenen Beobachtungsdatensätzen ist es möglich, die Häufigkeit und Intensität von Wetterextremen besser als bisher zu quantifizieren. Es besteht jedoch immer noch unzureichend Wissen über langfristige Änderungen in der Wahrscheinlichkeit oder Intensität von Wetterextremen. Auch in welchem Ausmaß diese Veränderungen mit der globalen Erwärmung zusammenhängen, ist noch unklar. Darüber hinaus ist nicht ausreichend geklärt, wie Veränderungen im Schadenspotential auch die Auswirkung von Extremen beeinflusst. Dieses hängt auch von Faktoren wie Schadensanfälligkeit, Schutzmaßnahmen, oder der Fähigkeit mit Veränderungen umzugehen (Resilienz) ab.

Zum im Rahmen des Medienprojektes entstandenen Dokumentarfilm: Hitze in der Stadt
Weitere Informationen zum Thema 6 gibt es hier

Thema 5:
Atmosphärische Zusammensetzung und Klima: Wechselwirkungen von globalen zu regionalen Skalen

Welche Faktoren bestimmen die Interaktion zwischen regionalem Klimawandel und atmosphärischer Zusammensetzung? Was sind die potentiellen Folgen von Klimawandel und Luftverschmutzung auf die menschliche Gesundheit und Ökosysteme?

Im Thema Atmosphärische Zusammensetzung und Klima wird die vollständige Wirkungskette erforscht, die von globalen zu regionalen Skalen führt. Hier werden gleichermaßen Modelle und atmosphärenchemische sowie meteorologische Beobachtungen verwendet. Auf der globalen Skala werden zum Beispiel Spurenstoffkreisläufe, der Austausch zwischen Stratosphäre und -Troposphäre sowie die Struktur der Tropopause und Aerosoleffekte untersucht. Auf kleineren Skalen werden Wechselwirkungen zwischen Wolken, Niederschlag und Luftzusammensetzung studiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der städtischen Umwelt und ihrem Einfluss auf die Luftzusammensetzung und das Klima. Dabei stehen besonders städtische Wärmeinseln, Luftqualität und deren Einfluss auf Menschen und Ökosysteme im Fokus.

Weitere Informationen zum Thema 5 gibt es hier

Thema 4:
Die Landoberfläche im Klimasystem

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Eddy-Kovarianzstation zur lokalen Energieflussmessung am Standort Graswang (865 m N.N) im TERENO Observatorium Ammer/Rott. (Foto: Harald Kunstmann, UFZ)

Wie interagieren Klima und Landnutzung mit Ökosystem, Wasserressourcen, Land- und Forstwirtschaft?

Das Klima der Erde übt einen großen Einfluss auf die Landoberflächen aus und diese wiederum beeinflussen signifikant das Klima. Im globalen Gewächshaus Erde sind die Landoberflächen (Böden, Wasser und Vegetation) wohl die größten Vermittler (Quellen und Senken) für die wichtigsten Treibhausgase Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan und Lachgas. Darüber hinaus stellen die Landoberflächen die dynamischste Drehscheiben für die Transformation und den Austausch von Energie und Wasser im System Klima – Erde.

Der Austausch zwischen Landoberfläche und Atmosphäre bildet das Rückgrat jedes Vorhersagemodells, das die Quellen und Senken von Böden und der Biosphäre berücksichtigt und deren Wechselwirkungen mit dem Klima beschreibt.

Diese Rolle der Landoberflächen im Klimasystem wird jedoch durch umweltbedingte Stressfaktoren (z.B. Dürren, Überschwemmungen, Hitze, Ozon oder Schädlinge, von Bewirtschaftungspraktiken durch Land- und Forstwirtschaft sowie durch Landnutzungsänderungen signifikant beeinflusst.

Weitere Informationen zum Thema 4 gibt es hier

Thema 3:
Regionale Klimaänderungen in der Arktis

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Die Hunschrauberschleppsonde “Helipod” während der Messung turbulenter Wärme- und Kohlendioxid-Ströme über dem sibirischen Lena-Delta, (Foto: Torsten Sachs, GZF)

Was sind die Auswirkungen des Klimawandels auf den arktischen Ozean, und die Meereis und Permafrostgebiete? Was sind die Wechselwirkungen zwischen Kryosphäre, Land, Ozean und Atmosphäre? Mit welchen neuen Technologien und Methoden können wir diese klimarelevanten Prozesse in der Arktis bestmöglich erforschen?

Die Arktis spielt eine Schlüsselrolle im System Erde. Die hohe Albedo von Meereis sowie von Eis und Schnee auf dem Land bestimmt zu einem erheblichen Teil den Strahlungshaushalt der Erde. Die Arktis erwärmt sich deutlich stärker als die globale Mitteltemperatur der Erde. Als Folge bildet der Rückgang der großen Eisschilde die Hauptquelle für langfristige Variationen des Meeresspiegels. Die ausgedehnten und tiefreichenden Permafrostschichten stellen ein großes Reservoir an organischem Kohlenstoff dar, der durch die Erwärmung mobilisiert zu einer bedeutenden Quelle von atmosphärischen Treibhausgasen werden kann. Das Thema befasst sich mit terrestrischen und marinen Energie-, Wasser- und Kohlenstoffflüssen und deren Änderungen. Darüber hinaus stehen die in-situ und Fernerkundungsverfahren im Mittelpunkt, die zur Beobachtung dieser Prozesse eingesetzt werden.

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