International Conference

OUR CLIMATE2014

Regional perspectives on a global challenge

OUR FUTURE

Studentisches Medienprojekt zur Internationalen REKLIM Konferenz

6 - 9  Oktober 2014  Berlin

Weltklimagipfel in Lima. Bild: UNclimatechange

Prof. Dr. Reimund Schwarze zur UN-Klimakonferenz in Lima

Stark gestartet, schwach geendet

Prof. Dr. Reimund Schwarze

Prof. Dr. Reimund Schwarze

Stark gestartet in der ersten Woche endete die Lima-Runde internationaler Klimakonferenzen in einem äußerst schwachen Ergebnispapier, in dem nichts substanziell Neues mehr enthalten ist. Über dem dünnen Abschlusspapier darf allerdings nicht vergessen werden, dass in den Verhandlungen der ersten Woche einige Strukturelemente ausgearbeitet wurden, die  eine Grundlage für die Entwicklung eines Paris-Abkommens im kommenden Jahr bieten. „Die Lima-Tagung hat erreicht, was sie unbedingt erreichen musste“, kommentierte unsere Bundesumweltministerin Barbara Hendricks im frühzeitigen Verlassen die Konferenzergebnisse. Ich stimme ihr zu: Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, und das Abkommen von Paris wird nicht in zwei Wochen geboren. Was wir in der schwachen zweiten Woche erlebt haben, ist ein Schlagabtausch zwischen den Anhängern des alten Regimes der zweigeteilten Verantwortung für Klimaschutz in der Welt und den Befürwortern eines neuen weltumspannenden Verantwortungsregimes, dass die neuen Realitäten in China und anderen Schwellenländern anerkennt. Die Anhänger eines Post-Kyoto-Regimes haben in Lima noch einmal stark punkten können. Stärker als das schwache Ergebnisdokument von Lima ist die erklärte Bereitschaft der Inder, wie China bis 2030 eine Trendumkehr der Emissionen zu erreichen. Stark sind auch die Beiträge von Mexiko, Brasilien, Peru, Nigeria und Indonesien zum grünen Klimafonds der UN – nicht in absoluten Zahlen, sondern als Trendwende in der Wahrnehmung internationaler Verantwortung. Diese positiven Entwicklungen der ersten Wochen sind nachhaltig viel bedeutsamer als das magere ‚Elementepapier‘ am Ende.

Zugleich muss man aber wohl angesichts des Beinahe-GAUs der Klimaverhandlungen anerkennen, dass die Präsidentschaft in der Euphorie der Stimmung der ersten Woche manche Kommunikationsfehler in den abschließenden Runden gemacht haben, die unbedingt vermieden werden müssen, so dass sich die Lage nicht in Paris wiederholt. Dazu gehört die Klarstellung, dass die beiden Grundfesten der Klimarahmenkonvention der Verhinderung gefährlicher menschlicher Eingriffe ins Klimasystem und der geteilten, aber unterschiedlichen Verantwortung für den Klimaschutz vom neuen Post-Kyoto-Modell unberührt sind, sondern diese nur zeitgemäß ausfüllen. Dazu gehört auch eine bessere Transparenz bei den internationalen Mittelzusagen für den Grünen Klimafonds und die Klarstellung, dass das 100 Milliarden-Ziel nur mit Beteiligung privater und öffentlicher Investoren wie der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau erreicht und umgesetzt werden kann. Die neuen institutionellen Strukturen des grünen Klimafonds in Songdo in Korea wären gar nicht schnell genug dazu in der Lage und nicht hinreichend verzahnt mit den laufenden Infrastrukturaufgaben in den Entwicklungshilfe. Ban Ki Moon, der Vater der neuen Hoffnung in der internationalen Klimapolitik, hat darauf am Anfang der Woche noch einmal hingewiesen, aber die Verhandlungsführung hat diesen Ball nicht aufgenommen. Peru’s Pulgar-Vidal hätte manches aus den erfolgreichen Indabas der Verhandlungsführung in Durban lernen können. Es braucht der einfühlsamen Einbettung der Sorgen des Einzelnen in das gemeinsame Ganze;Transparenz und zehnminütige-Anhörungsrunden im Konfliktfall reichen dagegen nicht. Die diplomatischen Fehler der letzten Woche müssen sorgfältig aufbereitet werden, um diese „von langer Hand vorbereitet“ in Paris zu vermeiden. Das schwache Endergebnis in Papierform bedeutet insgesamt verstärkte Anstrengungen im nächsten Jahr.

Stefan Müller - Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung

Nachtrag zum Public Day: Rede Staatssekretär Stefan Müller

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Mlynek,
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Lemke,
Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst herzlichen Dank an den Helmholtz-Verbund „Regionale Klimaänderungen“ für die Einladung zu dieser inspirierenden Veranstaltung. Ich freue mich, dass die REKLIM-Partner das komplexe Thema Klimaforschung in dieser Breite mit dieser Tagung in die Öffentlichkeit bringen!

Der Klimawandel schreitet ungebremst voran. Die Wissenschaft zeigt – die letzte Dekade war die wärmste Epoche seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen, weltweit nehmen Extremereignisse wie Wirbelstürme und Starkregen-Ereignisse in ihrer Häufigkeit zu.

Die Wissenschaft sowie die beobachteten Ereignisse lassen keine Zweifel: das Klima ändert sich! Es gilt, bestehende Wissenslücken zum Klimasystem zu schließen. Darüber hinaus sind neues Wissen und Innovationen in Klimaschutz und Anpassung nötig, um den Klimawandel zu meistern. Nur so kann uns eine wirkungsvolle Zukunftsvorsorge gelingen.

Erst im Juli diesen Jahres unterstrich Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen des 5. „Petersberger Klimadialogs“ die Notwendigkeit einer „weltweiten Kehrtwende“ in der internationalen Klimapolitik. Die Leitlinie für die internationale Staatengemeinschaft bildet die Zwei-Grad-Obergrenze für die Erderwärmung. Gleichzeitig steigen jedoch die weltweiten CO2-Emissionen durch Landnutzung und die Verbrennung fossiler Energieträger ungebremst an.

So verweist die Weltorganisation für Meteorologie in ihrem aktuellen Jahresbericht von September diesen Jahres auf den stärksten Anstieg an CO2-Konzentration in der Atmosphäre des Jahres 2013 im Vergleich zum Anstieg der letzten 30 Jahre. Dies stützt auch die Aussage des Sachstandsberichts des IPCC aus dem Jahre 2013: aktuell bewegt sich die Weltgemeinschaft entlang des „worst case“-Szenario mit einem projizierten Temperaturanstieg von 2,6 – 4,8° für das Ende des 21. Jahrhunderts (bezogen auf die Referenzperiode 1986-2005).

Die Klimafolgen rücken in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Debatte. Denn die Kosten durch verheerende Folgen des Klimawandels werden immer schwieriger zu tragen sein, je weiter der Klimawandel voranschreitet. Jede Verzögerung wird letztlich zu noch höheren Kosten führen. Klimaschutz und Wohlstandssicherung müssen also zusammengedacht werden, weil sie zusammengehören.

Meine Damen und Herren,

die Erkenntnisse des IPCC sind inzwischen Politikern und zentralen Entscheidungsträgern bekannt. Sie bilden die Grundlage auch Ihrer Forschungs-agenda und wissenschaftlichen Orientierung. Trotzdem – so fragen Sie sich – werden klare politische Entscheidungen immer wieder verschoben oder aufgrund anderer Interessen nur zögerlich umgesetzt.

Ein Schlüssel zum Handeln kann hierbei zukünftig die Regionalisierung von Klimawissen sein: Denn Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimaanpassung werden regional umgesetzt. Forschung vor Ort und mit den Menschen vor Ort ist wichtig, um Entscheidungsprozesse und konkrete Innovationen hin zu einer klimafreund-licheren Lebensweise anzustoßen. Forschung muss dort ankommen und Nutzen bringen, wo konkrete Entscheidungen zum Umgang mit dem Klimawandel getroffen werden.

Die Bundesregierung hat bereits eine große Bandbreite an Vorhaben ins Leben gerufen, damit sich Deutschland optimal auf die möglichen Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten kann. Das  BMBF unterstützt im Konzert mit vielen Ressorts, Ministerien und Bundesbehörden innovative Vorhaben und legt somit zusammen mit der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) und dessen Aktionsplan (APA) einen wichtigen Grundstein: den Grundstein für den langfristigen Prozess der Anpassung an den Klimawandel in Deutschland.

Während der letzten Tage haben Sie die Erkenntnisse regionaler Auswirkungen des Klimawandels präsentiert und diskutiert. Was konkret bedeuten diese Erkenntnisse für die Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland? Welche Maßnahmen der Anpassung müssen wir in welchen Regionen denken, planen und umsetzen? Und vor allem wen brauchen wir um solche Entscheidungen zu treffen?

Lassen Sie mich in der konkreten Forschungsförderung hier besonders zwei BMBF-Maßnahmen hervorheben:

Mit dem KLIMZUG-Projekt fördert das BMBF „zukunftsfähige Regionen“. Das Vorhaben unterstützt seit 2007 die Entwicklung innovativer Anpassungs-strategien in sieben ausgewählten Modellregionen in Deutschland. Die Bandbreite der Themen spiegelt dabei die Anwendungsorientierung des Programms wider: Anpassungsmaßnahmen für die Energiewirtschaft, die Verkehrs-infrastruktur oder die Wasserwirtschaft werden ebenso erarbeitet wie für Unternehmen oder den Küstenschutz.

So widmet sich zum Beispiel die Metropolregion Bremen-Oldenburg der Umgestaltung der regionalen Energieversorgung. In unserem KLIMZUG-Verbund an der Ostseeküste zeigen uns Ingenieure aus Rostock Möglichkeiten, wie die thermische Nutzung des Meereswassers in Küstenschutzmaßnahmen integriert werden kann. Dafür wurde in Warnemünde eine Messstrecke eingerichtet und die Ergebnisse zeigen, dass ökologische und wirtschaftliche Aspekte für eine solche Nutzung sprechen.

Anpassungsmaßnahmen im Küstenschutz und nachhaltige Energiegewinnung können sich gegenseitig stärken. Aufgrund des großen Erfolges dieser Pionier – Maßnahme KLIMZUG, haben wir uns die Vertiefung der Forschung zur Regionalisierung von Klimawissen in dieser Legislaturperiode fest vorgenommen. Dabei ist die Entwicklung regionaler und lokaler Klimaprojektionen ebenso wichtig wie das Handlungswissen, das wir benötigen um Klimainformationen in Planungs-, Investitions- und Politikprozesse zu integrieren.

Als zweites Projekt möchte ich daher das Climate Service Center (CSC) in Hamburg erwähnen. Das CSC haben wir im Rahmen der „Hightech-Strategie zum Klimaschutz“ der Bundesregierung ins Leben gerufen. Es stellt sich dem wachsenden Beratungsbedarf der Entscheidungsträger. Gemeinsam mit den regionalen Klimabüros der HGF ist auch das CSC in Ihre REKLIM-Initiative eingebunden.

Das Ziel des Climate Service Center ist die Verbesserung des Transfers zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Hierzu haben das CSC und einige Partner-Organisationen den “Klimanavigator” geschaffen – ein nationales Internetportal für Klimainformationen, welches sich in erster Linie an Nutzer aus Politik und Wirtschaft richtet: www.klimanavigator.de

Beim Blick auf das heutige Programm werden wir weiterhin Konkretes aus der Praxis erfahren: Wie z.B. die Stadt Berlin die Anpassung an den Klimawandel zukünftig in ihre Stadtentwicklung mitdenkt, wie die Wasserwirtschaft mit den prognostizierten Modellen umgeht, oder welche gesundheitlichen Folgen durch den Klimawandel zu erwarten sind. Genau diese und weitere konkreten Fragen gilt es auf der jeweils regionalen Ebene zu erforschen.

Meine Damen und Herren,

Sie alle sind Pioniere! Sie alle erarbeiten letztlich Handlungsstrategien für die zukünftige Anpassung unserer Gesellschaft an den globalen Klima-wandel. Die Rolle der Wissenschaft kann in diesem Kontext nicht hoch genug gewürdigt werden. Lassen Sie mich an dieser Stelle alle beteiligten Wissenschaftlerinnen und –wissenschaftler, sowie insbesondere die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des REKLIM-Verbunds, zum letzten Tage dieser spannenden und wichtigen Veranstaltung beglückwünschen.

Unser heutiger Gastgeber, die Helmholtz-Gemeinschaft und ihre großen Forschungszentren, sind zentrale Akteure im Innovationssystem unseres Landes. Mit den Partnern des REKLIM-Verbunds ist die HGF ausgezeichnet aufgestellt, hat gesamtgesellschaftliche Aufgaben im Blick und entwickelt nicht zuletzt zukunftsweisende Ideen.

Der heutige „Tag der Öffentlichkeit“ ist ein innovatives Format! Im Mittelpunkt dieses Tages steht der Dialog mit einer Vielfalt von Vertretern aus Behörden und Verbänden, aus der Wirtschaft und der interessierten Öffentlichkeit. Der heutige Austausch unterstützt die sehr erfreuliche Entwicklung, dass Wissenschaft und Gesellschaft immer mehr in den Dialog treten.

Dieser Dialog legt den Grundstein für die gemeinsame Umsetzung von Lösungs-möglichkeiten, um der Herausforderung des Klimawandels gemeinsam zu begegnen: denn nur im Dialog mit Politik und Bürgern, mit Unternehmen und Zivilgesellschaft kann die Wissenschaft die notwendige Vorsorgeforschung in die Umsetzung bringen. Nun wünsche ich Ihnen allen noch einen erkenntnisreichen Tag und einen inspirierenden Austausch.


Nachtrag zu Montag: Eröffnungsrede Frau Prof. Dr. Lochte

Dear Ladies and Gentlemen, dear colleagues, dear Peter (Lemke),

On behalf of the Helmholtz Association, Germany’s largest research organization, and as director of the Alfred Wegener Institute, Helmholtz Centre for Polar and Marine Research, from where the REKLIM head office is organizing the climate initiative, it is my pleasure to welcome you to the international conference “Our Climate – Our Future”.

Subtitled with “Regional perspectives on a global challenge” this conference aims at bringing together scientists from all over the world to discuss and exchange new results on regional climate change research.

Only two weeks ago about 100 nations convened at the UN Climate Summit in New York to prepare a global agreement on climate change to be adopted in Paris in 2015. And several hundred thousand people demonstrated worldwide on the People’s Climate March for an effective protection of our climate and environment.

Due to the huge increase in the world’s population and rapid technological development, mankind is now in a position of playing an active and effective role in shaping the climate of the Earth. The global warming of the past 50 years has largely been caused by humans, in particular as a result of the continuously increasing emissions of carbon dioxide from the intensive use of fossil fuel and changes of the land surface from agriculture, industry and settlements. As a result of this anthropogenic climate change, an additional global warming of up to 4°C is expected until the end of the 21st century.

So far many processes that affect the climate at various scales are not well understood, but there exists a broad consensus in the scientific community that there is a high probability that the current warming of the Earth is mainly due to increased concentrations of greenhouse gases and changes in land use. Nevertheless, the impacts on regional scales are still poorly understood.

Whether climate change will result in drier summers and wetter winters in a specific region such as Germany has not been ascertained sufficiently through scientific investigations. For agricultural uses and society in general, this question is of crucial importance. For political and economic decision-making, for example, detailed scenarios of sea level rise are important to plan coastal protection measures accordingly. Worldwide, more than 60 million people are living in coastal areas less than 1 m above sea level.

In 2009, the Helmholtz Association decided to enhance emphasis on climate change research with a regional focus, by funding the “Regional Climate Initiative REKLIM”. All eight research centres of the research area “Earth and Environment” and one center of the research area of ”Aeronautics, Space and Transport” of the Helmholtz Association have combined forces to form the Helmholtz Climate Initiative “Regional Climate Change (REKLIM)”, to find answers to these burning questions.

During the past five years of intensive research, scientists of these nine research centres and of nine collaborating universities have improved the observational data basis for their model calculations, as this is the only way to generate highly resolved spatial analyses and scenarios. Detailed observations and process studies have led to optimized coupled climate models, which illustrate the regional and local impact of changed conditions in the climate system. But not only the natural science aspects have been improved, also linkages of urban environment and its impact on atmospheric composition and climate, in particular with respect to urban heat stresses and air quality and their impacts on humans health and ecosystems are part of the initiative. In addition, trans-disciplinary themes in the socio-economic context are part of the initiative concerning risk assessments for necessary measures for adaptation to and mitigation of climate change. This wide range of topics at the regional scale is the strength of the REKLIM initiative.

In summary, the scientists have now developed a stronger basis to advise politicians, the business community, agencies and the general public with improved scientifically based data and scenarios for decisions on regional development. It is of great importance that the results of RECLIM will help to develop adaptation and protection measures on a regional level. This is what society expects from us scientists. In this context, I highly appreciate the last day of the conference on Thursday with the public outreach, where science and stakeholder enter into a dialog.

Ladies and gentlemen, I commend the Helmholtz Climate Initiative REKLIM for organizing this international conference. I wish all of you three interesting days with fruitful discussions, scientific exchange and initiation of further collaboration and strengthening of your networks. Enjoy this interesting venue and the city of Berlin, and I hope that you will return home with new insights and enthusiasm for this important topic: regional climate change!

Impressionen: Social Evening

Zu Ehren von Professor Peter Lemke fand am Abend des zweiten Konferenztages ein “Social Evening” mit einem feierlich-bunten Programm statt. Festredner waren Prof. Dr. Klaus Hasselmann und Prof. Dr. Karen Wiltshire, eine zauberhafte Vorstellung gab es zudem von “Sabrina & Blub“. Für eine musikalische Untermalung sorgte das Saxophon-Quartett “First Ladies“. Hier einige Impressionen des Abends:

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Fotograf: Fabian Hecken

Opening Plenary Guido Beermann

Guido Beermann über Berlins Entwicklung zur “Smart City”

Guido Beermann ist Staatsekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung des Landes Berlin. Bei der Eröffnung der REKLIM-Konferenz 2014 lässt er es sich nicht nehmen, seinen Masterplan für Berlins Entwicklung zur “Smart City” vorzustellen.

 

Dear Professor Lochte,
Dear Professor Lemke,
Dear Dr. Grosfeld,
Dear guests of the international conference,
Ladies and Gentlemen,

it is an honour for me to welcome you here in Berlin on this high level meeting about climate change.

Berlin is the ideal place for your conference: Berlin is one of the most diverse regions of science in Europe. 38 institutions of higher education, 22 technology parks and 70 research institutions form a comprehensive network of knowledge.

The title of your conference “Our Climate – Our Future” deals with one of the most important issue we all are confronted with in these times of climate change.

In 2013 60 % of the world population lived in cities. Also here in Berlin we are confronted with an increase of population. Till 2030 we expect an increase of population for about 300.000. So Berlin will reach almost 4 million inhabitants. For Berlin this development implicates a number of serious challenges.

A growing city forces us to rethink concepts of providing urban infrastructure, mobility concepts, and of course the way we supply electrical power and its origin in a smart way. Being a truly “smart city” with a smart grid is our goal.

We are strongly convinced that the future lies in the use of renewable energy sources. In Germany, the share of renewable energies in electricity supply has just reached a peak of almost 30% and we intend to reach a share of 80% by 2050.

How are we going to achieve this ambitious goal? This summer a first step was taken: A reform of the federal Renewable Energies Act has been adopted. This reform sets a clear framework for the further development of goals for the share of renewable energies in electricity production. At the same time it ensures that electricity will still be affordable for both the individual citizen and industrial production.

Ladies and Gentlemen,

in the State of Berlin as a Smart City we support a true integration of energy efficiency measures and renewable energies in hands-on projects.

A good example in that respect is the EUREF Campus which serves as an innovative model for a smart city. It is, at the same time, a hub for start-ups with excellent ideas and a university campus.

In addition, we are proud to say that energy efficient transport is lived in Berlin: You will have noticed the numerous cyclists, the excellent public transport and finally the many car sharing opportunities which offer to experience electric mobility. Since April 2012, Berlin and its surroundings, Brandenburg, is one of the four German regions acting as ‘Showcase Region for Electric Mobility’.

The aim is to show that electric mobility is feasible and a good way for sustainable use of energy. In order to achieve this goal, a wide network of partners is working together, ranging from big companies like Siemens, Bosch, Vattenfall and all German car manufacturers to SMEs (small and medium-sized enterprises) and start-ups.

Finding, developing and capitalizing on new sources of energy is a main pillar of a sustainable future and thus a livable planet for generations to come. Therefore we set another focus on the development of power engineering.

With a permanently rising number of employees, companies and annual turnover, this branch is one of the largest growth markets in Berlin.

For example the world’s largest turbine is ‘made in Berlin’ and already today wind turbines in the North Sea are controlled automatically from here.

 

Ladies and Gentleman,

in Berlin we are not working on these challenges on our own but rather standing shoulder to shoulder with other partners from industry and research. One example is a working group taking up on the European Commission´s Smart Cities and Communities Initiative. Moreover we are working on a master plan for a „Smart City“ Berlin.

Our aim is to implement the Smart City Berlin in a triple-helix-organization with enterprises, research facilities and public administration. We want to set up various projects within the next years.

Our aim as Senate Department for Economics, Technology and Research of the State of Berlin is to provide space for innovation and to enable all Berliners to experience the actual uses of smart solutions. By that we want to contribute the further development of Berlin towards an emission-free city. Therefore, we try to develop a framework that is accepted by the user, suitable for daily use, and that fulfills the infrastructural requirements, as well as one that has a minimal negative environmental impact.

We think that with solutions for smart cities that use energy much more efficiently than today and harvest more renewable energies the world´s cities will be contributing to mitigate climate change. We have to act fast.

Finaly I would like to emphasize the importance and value of your work, of all the findings through science and research, which are drivers for innovation and development.

Ladies and Gentlemen, I hope you will have a fruitful discussions during your conference here in Berlin!

Thank you.