International Conference

OUR CLIMATE2014

Regional perspectives on a global challenge

OUR FUTURE

Studentisches Medienprojekt zur Internationalen REKLIM Konferenz

6 - 9  Oktober 2014  Berlin

Mögliche Schäden verschiedener Niederschlagsarten

Im Zuge der Klimaerwärmung erhöhen sich nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Niederschlagsraten. Schnee, Regen, Hagel – das alles kann zu Schäden führen.

Größere Schäden werden auch bei Überflutungen verursacht. Ein Beispiel hierfür ist die Flutgefahr an Dänemarks Küsten. Durch sozial-historische Veränderungen wurden immer mehr teure Häuser an die Küsten gebaut, während die ärmeren Schichten auf die umliegenden Hügel ziehen mussten. Durch diese Bebauung der Strände, also des feuchten Bodens, entfallen die natürlichen Dämme und Pufferzonen.
Viele Dänen leben bis zu zwei Meter unterhalb des Meeresspiegels. Im Allgemeinen variieren die Wasserlevel Dänemarks sehr stark. Der Forscher Carlos Sørensen erwartet einen Anstieg des Meeresspiegels um zwei bis sieben Millimetern pro Jahr.
Auch in Deutschland sind Überflutungen keine Neuheit. Nach der Jahrhundertflut 2002 fielen im Jahr 2013 zwischen dem 26. Mai und dem 2. Juni 22,76 Billionen Liter Wasser. Das ist halb so viel Wasser, wie der Bodensee fasst. 2002 waren es 3 Millionen Liter weniger. Diese heftigen Regenfälle wurden durch Dominik und Frederik hervorgerufen, die beiden Tiefdruckgebiete, die sich über Osteuropa stauten. Das führte zum so genannten Hebeniederschlag. Dabei werden Regenwolken an Gebirgsrändern nach oben gedrückt und regnen sich in Stark-Regen-Zonen ab. 2013  waren es die Alpen und das Mittelgebirge, weshalb besonders die bayrische Stadt Passau und große Teile Sachsen-Anhalts massiv von der Flut betroffen waren.
Die Tiefdruckgebiete sind jedoch nicht allein für die Verwüstung durch Hochwasser verantwortlich. Viele Risikofaktoren, die Fluten begünstigen, sind vom Menschen verursacht. Durch Landschaftsversiegelung können Böden Feuchtigkeit nicht mehr aufsaugen, weshalb sich das Wasser einen anderen Weg sucht. Zudem beschleunigen Flussbegradigungen die Fließgeschwindigkeit der Wasserläufe, so dass sich das Flussbett bei Hochwasser nicht verbreitern kann.

Helfen können hier Dämme, vor allem aber die Renaturalisierung der Flussläufe, um so den natürlichen Hochwasserschutz wiederherzustellen. Eine weitere Maßnahme kann das Bereitstellen von Brachland sein. So kann das Wasser vermehrt in den Boden absickern, bevor sich riesige Ströme bilden und zu Hochwasser führen.

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