International Conference

OUR CLIMATE2014

Regional perspectives on a global challenge

OUR FUTURE

Studentisches Medienprojekt zur Internationalen REKLIM Konferenz

6 - 9  Oktober 2014  Berlin

Renaturalisierung – Back to the Roots  

Durch die Klimaerwärmung ist die weltweite Biodiversität bedroht. Demzufolge muss die zukünftige Nutzung der Graslandfläche und Landwirtschaft abgewägt und neu angepasst werden. Es werden bereits experimentelle Maßnahmen zur Renaturalisierung durchgeführt. Ein Beispiel hierfür ist die Wiederbewässerung von Mooren. Denn Moore dienen als einer der effektivsten CO2-Speicher und können daher eine große Hilfe bei der Kohlendioxid-Reduktion in der Atmosphäre sein. Trockengelegt  stoßen Methan aus und gelten dadurch als natürliche Treibhausgasquellen. Sind Moore in ihrem ursprünglichen Zustand belassen, geben sie weitaus weniger CH4 in die Atmosphäre ab. Um wieder auf diesen niedrigen Ausstoß zu kommen, brauchen renaturalisierte Moore eine lange Zeit.

Dass der Mensch für 50% des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich ist, liegt zum Teil auch an der flächendeckenden Trockenlegung von Mooren zu landwirtschaftlichen Zwecken. Denn bei der Erschließung der Moore werden die Kohlendioxidspeicher zerstört und sämtliche gespeicherten Gase treten aus.

Nicht nur der Mensch beeinflusst das Klima, sondern auch alle anderen Spezies. Dementsprechend müssen sich vor allem die landwirtschaftlichen Systeme sowohl dem Boden, als auch den Mutationen im Pflanzen- und Tierreich anpassen. Es muss eine wechselseitige Reaktion geschehen. Wie der Biologe Martin Schädler sagte: „Function depends on proper interaction“.

Ein Beispiel für Biodiversität sind die Buchenwälder, die sich quer durch Europa ziehen. Sie sind zum einen aufgrund ihres wirtschaftlichen Wertes eine erhaltenswerte Art. Zum anderen nutzen sie der Verlangsamung der Klimaerwärmung durch die Speicherung von Kohlendioxid via Photosynthese. Außerdem entziehen sie dem Boden Nitrate, nutzen diese als Nährstoffe und schützen so das Grundwasser vor Übersäuerung.

Sie werden durch erhöhte Temperaturen und dadurch hervorgerufenen Dürreperioden bedroht. Sollten die Buchenwälder verschwinden, fehlt nicht nur ihre Verwertung klimagefährdenden Stoffen. Zusätzlich wäre die entstehende Brachfläche wegen ihrer flachen Humusschicht nicht für landwirtschaftliche Zwecke nutzbar.

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