International Conference

OUR CLIMATE2014

Regional perspectives on a global challenge

OUR FUTURE

Studentisches Medienprojekt zur Internationalen REKLIM Konferenz

6 - 9  Oktober 2014  Berlin

Torsten Sachs / © Nataliya Riedel

Torsten Sachs – Die Wiederbewässerung von Mooren

Torsten Sachs und sein Team am Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ) erforschen mit verschiedenen Methoden den Treibhausgasaustausch zwischen der Atmosphäre und wiedervernässten Mooren in der Nähe von Rostock und Dargun.

Bereits im 18. Jahrhundert begann man damit, Moorgebiete trockenzulegen, um auf diese Weise fruchtbare Landflächen für den Ackerbau zu gewinnen. Im Laufe der Zeit stellte man jedoch fest, dass die Trockenlegung zu einem erhöhten Ausstoß schädlicher Treibhausgase führt. Mittlerweile weiß man, dass intakte Moorgebiete nicht nur große Mengen von Kohlenstoff in Form von Torf speichern, bei dessen Entstehung der Atmosphäre Treibhausgase entzogen werden, sondern auch eine kühlende Wirkung auf das Klima haben.
Deshalb versucht man nun die trockengelegten Moore wieder mit Wasser zu versorgen. Damit stellt sich eine natürliche Moorvegetation und so auch das Torfwachstum wieder ein. In den ersten Jahren hat dies jedoch den Nachteil, dass durch die Zersetzung von abgestorbenen Pflanzen Methan produziert wird. Methan zählt ebenso wie Kohlendioxid zu den wichtigsten Treibhausgasen.

Bisher ist unklar, wann die Emission von Methan zurückgeht und die CO2-Aufnahme durch die Moore deren Treibhausbilanz wieder dominiert. Auf lange Sicht gesehen, ist das freigesetzte Methan jedoch zu vernachlässigen, da im Vergleich mehr CO2 von den Mooren aufgenommen werden könnten. Dabei würde das freigesetzte Methan nicht ins Gewicht fallen.

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